Freitag, 30. Januar 2004
Kitsch 44
"Berlin an Sylvester und Berlin im Schnee finde ich immer sehr geil!" sagt R auf dem Nachhauseweg vom Prenzlberg in der Ubahn und ich kann nur zustimmen und sie erzählt vom Nachmittag in der Scharnweber und die Ecke des Friedrichshains ist wirklich gut, sogar nicht nur bei Schnee und ich erzähle ihr von den Büro-Plänen und als wir die Ubahn verlassen schneit es in der Herrmannstraße und alles sieht einfach nur aus wie im Kitschfilm, sogar in Neukölln.

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Donnerstag, 29. Januar 2004
Cliffhanger
Vorhin in der U-Bahn im Berliner Fenster einen schönen Kurzfilm gesehen: Dangle von Phillip Traill. Lief im Rahmen des Going Underground Festivals. Eine rote Kordel hängt von Himmel herab. Ein Mann zieht daran - und schaltet so das Licht auf der Erde aus...
Leider konnte ich den Film nicht zu Ende sehen, weil ich vorher aussteigen mußte. So bleibt U-Bahnfahren spannend.

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Wegweiser
Bei der Suche nach einer E-Mailadresse in einem alten Skizzenbuch bin ich gerade auf ein kurzes Gedicht vom Frühsommer letzten Jahres gestossen:

Ein Weg.
Der falsche? Vielleicht.
Aber er führt
irgendwohin.


Manchmal muss man einen Weg erst ein Stück weit laufen um zu erkennen, ob er der richtige ist. Umkehren kommt billiger als Stehenbleiben.

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Mittwoch, 28. Januar 2004
Halber Weg nach Warschau


In meinem alten Kiez im Friedrichshain wird wieder|immer noch wie irre gebaut. Mann, hat das damals genervt. Und die Touristen und Brandenburger Partyfraktion am Wochende... Aber seit ich nicht mehr dort wohne bin ich doch immer wieder gerne im Friedrichshain. Die Warschauer Brücke ist immer wieder toll. Und immer anders. Eineinhalb Jahre bin ich morgens und abends dort lang und hab den Blick immer genossen (vor allem, aber nicht nur, in einer orange rosa roten Sommerabenddämmerung). Die Warschauer Strasse steckt voller Höhepunkte werblicher Maßnahmen. Wer da kein Schnäppchen schlägt, ist selber schuld.

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Lichter und Schatten
Gerade zum ersten Mal für dieses Jahr auf der Berlinale Website gewesen und gleich ist Vorfreude aufgezogen. Ich mag es, an diesen Tagen vormittags nachmittags abends im Kino zu sitzen, meist alleine, weil im Bekanntenkreis wieder alle entweder keine Lust, Zeit oder Geld hatten, und mir kleine Kostbarkeiten des internationalen Films anzusehen. Immer was aus Fernost. China Japan Thailand Phillipinen. Vor zwei Jahren einen wunderbaren iranischen Film gesehen, dessen unaussprechlichen Namen ich leider vergessen habe.

Aber auch die deutschen Filme sind manchmal kleine Entdeckungen. So "Mein langsames Leben" vor zwei oder schon drei Jahren von Angela Schanelec. Oder "Mein Leben Teil 2" (der nichts mit eben genanntem zu tun hat!) im letzten Jahr. Und natürlich "Lichter", den ich erst später gesehen habe aber großartig fand...
Klar, das Anstehen für Karten immer erst drei Tage vorher am Potsdamer Platz oder im International ist nervig. Aber irgendwie gehörts dazu und dann sucht man sich halt ne Reihe Alternativen und nimmt was man kriegt und lässt sich überraschen... Also von mir aus kanns losgehn.

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Dienstag, 27. Januar 2004
RGB #DAD8CA
"Isch hab disch lieb, Mann!" höre ich im Vorbeigehen an der Herrmannstraße. Sie spricht es vorwurfsvoll und rechtfertigend zugleich, so als wollte sie ihm sagen "...wenn du aber immer so'ne Scheiße baust, Mann!".
Ein paar Schritte weiter streitet das türkische Kioskmädchen mit einer Freundin. Der Tag hat weniger Glanz als die vergangenen. Alles ist schmutzig grau. Wallander ist jetzt in Riga und ich frage mich schon, wie es ihm dort ergehen wird.

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