Mittwoch, 10. Mai 2006
Ataxia (ich bin den ganzen Weg gerannt...)
Man kann die Dinge nicht zwingen. Und die Menschen erst recht nicht.

Ich laufe einen steinigen Weg. Ich bin seit langem unterwegs. Seit Tagen. Seit Wochen. Seit Monaten. Ich laufe unter freiem Himmel. Ich bin das Wetter gewöhnt. Ich laufe im Winter im Frühjahr im Sommer. Ich laufe alleine. Ich habe ein Ziel. Ich laufe nicht um des Laufens willen. Ich kenne den Weg nicht. Er ist nicht gerade, aber ich habe ihn bisher noch immer gefunden. Dort, wo ich hin laufe, will ich sein.

Es beginnt zu regnen. Ich bin den Regen gewohnt. Ich bin im Regen losgelaufen. Ich habe im Winter die vor Kälte schmerzenden Muskeln ertragen. Ich habe gute Tage erlebt und schwere Nächte. Aber ich hab den Weg nicht in Frage gestellt. Weil er der richtige ist, bin ich weiter gelaufen, das Ziel vor Augen, wohl wissend, das es anders sein wird, wenn ich ankomme. Das es die Mühe lohnt war nie eine Frage.

Es beginnt zu regnen. Wieder einmal. Denke ich. Aber dieser Regen ist stärker. Er kommt mit dem Wind und der Wind schlägt die Bäume um und die Bäume legen sich mir in den Weg. Äste peitschen mir ins Gesicht. Ich verliere das Gleichgewicht. Ich stürze. Ich stehe auf. Ich stürze wieder und wieder und irgendwann stehe ich nicht mehr auf. Es regnet. Es ist dunkel, ich erkenne die Silhouette des Waldes. Ich bleibe liegen.

Ich bin den ganzen weg gerannt. Bis ich stürzte. Ich schließe die Augen. Das Dunkel klärt sich. Ein fernes Licht macht den Himmel zum altmeisterlichen Gemälde. Wann ist ein Schlag ein Schlag zu viel? Wenn das Ziel richtig ist, wie beschwerlich darf ein Weg dahin sein? Ich bin zäh. Irgendwann werde ich wieder aufstehn. Eine stützende Hand wird sich nicht finden. Aber für den Augenblick bleibe ich liegen. Der Regen läuft mir kalt übers Gesicht. Er fühlt sich gut an. Ataxia.



Regen. Bass. Gitarre. Schlagzeug.


Saw you walking back from a nightmare
Won't change what you're to do, well I don't care
I grew up there and I wasn't scared
I am from there, I was born there

Forgive me if I cry
Look when you lifted the sky
Everybody emptied their slime
Those memories stole my side

And will you sit by my side,
If me not live past tonight?
Life isn't here and so streaming
What was the feeling to stream again, stream again?

Well that is what we cry
Feelings we keep inside
And you are not in the right
And you've no reason to hide
That's when we must collide
Nothing can overwrite
And you are not by my side
And we will not arrive

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