Montag, 6. Februar 2006
vor der wand
es ist sehr kalt heute und die sonne bleibt ein kraftloser milchiger ball. den vierten tag in folge versuche ich den begriff reality addicts zu fassen zu kriegen, aber j hat recht: er macht keinen sinn, außer dass man so ziemlich alles darunter zusammenfassen kann.

das auditorium, in dem ich gerade sitze, füllt sich nur langsam zur award presentation, der große besucherandrang von gestern ist vorbei. es ist montag, ich denke an frankfurt, das mir plötzlich sehr weit weg scheint. langsam sollte ich meine rückkehr einleiten. die award nominees tragen zum teil lustige mützen. gemeinsam ergeben sie ein schönes gruppenbild. die klasse 06.

ich halte einen moment lang inne in meinen gedanken und frage mich, ob ich mir gerade flow wünsche oder stillstand und ich entscheide mich für letzteres und werfe der zeit einen stock zwischen die beine, alles bleibt stehen, im kopf hab ich einige tausend bilder gleichzeitig, keines bewegt sich, eine riesige videowand und jedes pixel ist wieder ein bild. das große still ist eine abstrakte komposition von licht und schatten, eine einfache organisch wirkende form in nahezu schwarz/weiß, eine merkwürdig geformte vase vielleicht, ein behältnis....

aber in diesem moment wird die award presentation eröffnet.

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